Wintersportfahrt 2017: Bericht

Wintersportfahrt des EMA-Gymnasiums

Sport, Physik und Erdkunde auf der Piste: Wetterphänomen

21.45h. Eine Uhrzeit, bei welcher der Sieberdamm leer und wie ausgestorben wirkt.

Doch nicht am Freitag, dem 3. Februar. Überall standen Menschen, groß und klein, dick eingepackt in Winterjacken, Mützen und Wollsocken. Große Skitaschen deuteten auf das Ziel der Reise hin: Das Skigebiet Hochzillertal-Hochfügen in Österreich. Ein schönes Bergrestaurant, die Marendalm wartete auf die Siebt- bis Elftklässler. Über Nacht wurde die 8-stündige Busfahrt leicht bewältigt und als sich pünktlich um 7:00 Uhr die Türen des Busses in Kaltenbach öffneten, war die Freude nicht zu übersehen. Riesige Berge, überdeckt mit einer breiten Schneedecke warteten auf die Schüler(innen). Einen Augenblick später ging es mit einer Seilbahn hinauf, schließlich lag die Unterkunft nicht im Tal, sondern mitten auf der Piste. Diese wurde schon am ersten Tag von erfahrenen Skifahrern erkundet, während sich die anderen zum Skiverleih aufmachten, um sich ihre Ausrüstung für den siebentägigen Aufenthalt zu sichern. Am Abend, als man nur noch die Pistenraupen hören konnte, machte sich die Gruppe geschlossen auf den Weg am Rand der breiten Anfängerpiste entlang zum Jugendheim Hochzillertal, wo nun eine warme Mahlzeit auf die hungrigen warten sollte und wo übrigens auch das Mittagessen eingenommen wurde. Auch der Rückweg gestaltete sich als Spaß. Auf Schlitten und einem umfunktionierten Tablett fuhren vereinzelte Schüler sowie Lehrer den Hang hinunter, während andere den Abstieg zu Fuß antreten mussten. Am Ziel angekommen, fiel niemand wie erwartet erschöpft ins Bett, ganz im Gegenteil. Es eröffneten sich hitzige Karten-, sowie Tischtennisspiele, begleitet von Gitarrenakkorden und Gesang. So gestalteten sich auch die nächsten Tage, wobei man auch deutlich ansteigende Erschöpfung in den Gesichtern sehen konnte, was sowohl vom Unterricht in Gruppen am Vormittag als auch vom freien Fahren am Nachmittag herrührte. Der Muskelkater machte vielen zu schaffen, auch wenn die Vorfreude auf eine weitere Fahrt die blauen, roten und schwarzen Pisten hinab überwog. Alle kamen auf ihre Kosten, selbst die zahlenmäßig unterlegenen Snowboardfahrer, die allem Spott zum Trotz, meist eine bessere Figur machten, als manch ein geübter Skifahrer. Auch wenn der ein- oder andere einen Sturz verzeichnen musste, blieben alle unverletzt und jeder kann nach dieser Reise von sich behaupten, etwas dazu gelernt zu haben. Am Freitagabend, dem 10. Februar war die Enttäuschung natürlich groß, dass es am nächsten Tag wieder nach Hause gehen sollte. Doch alle Lehrer wussten die Stimmung wieder aufzuheitern. Mit einem gewöhnungsbedürftigen Getränk, einem Ski beziehungsweise Snowboard wurde den Ski- und Snowboardfahrern die Treue geschworen und jeder wurde auf einen individuellen, auf der Fahrt entstandenen Spitznamen getauft, was für viel Gelächter sorgte. So war die Abreise am nächsten Tag leichter zu verkraften, auch wenn viele mit einem sehnsüchtigen Gefühl auf die 7 Tage im Hochzillertal zurückblicken werden.

Sicherlich wird auch ein als Nebensonne, „Halo“ oder „sun dog“ bekanntes Wetterphänomen in Erinnerung bleiben, welches die meisten Schüler(innen) bisher noch nie gesehen hatten. Dabei sorgen fein verteilte, hexagonale Eiskristalle in der Luft für die Brechung des Lichts, ähnlich wie Wassertropfen beim Regenbogen.