Schachturnier der Schach-AG

Das Schachspiel ist unbestritten die Königsdisziplin bei den Strategiespielen.

Schon in der Antike war das Schachspiel bekannt und den Herrschern und dem Adel vorbehalten. Ziel des auch heute noch beliebten Spieles ist das Mattsetzen des gegnerischen Königs. Dabei ist weniger Brachialgewalt als das Bilden von Denkketten gefragt. Könner nutzen unter anderem Tricks wie das Grundreihenmatt und den Zugzwang, um den Gegner in eine Position zu bringen, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. Um Kinder und Jugendliche für das königliche Spiel zu begeistern, richtet der Niedersächsische Schachverband seit dem Jahr 2000 Turniere der „Jugendserie“ aus. Im vergangenen Jahr hatte sich das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium (EMAG) erstmalig für die Organisation eines Turnieres beworben und ein solches Turnier durchgeführt. Auch in diesem Jahr hatte sich das EMAG, das auch eine Schach-AG unter der Leitung des Mathematik- und Physiklehrers Dr. Carsten Herting betreibt, wieder beworben. Am vergangenen Samstag „rauchten“ dann die Köpfe der unter 8 bis unter 16jährigen Schachfans in den Unterrichtsräumen des Gymnasiums. Während Dr. Herting sich um die Rahmenorganisation und die schulischen Belange kümmerte, übernahmen Claudia Markgraf, geschäftsführendes Mitglied des Niedersächsischen Schachverbandes und Mitglied des Schachvereins Osterode Südharz und Björn Rohde die Leitung des Turniers. Mit dabei war auch der Erfinder der „Jugendserie“, Benjamin Lönhardt. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Dietmar Telge setzen sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den bereitgestellten Klassenräumen zusammen und spielten teilweise schon sehr ansehnliches Schach. Für sie waren 7 Partien zu jeweils 20 Minuten pro Spieler angesagt. Nach den ersten ausgelosten Partien ging es dann weiter in dem Modus Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer. Auch durch den Einsatz der Schachuhren machten viele zum ersten Mal Turniererfahrungen. Außer Konkurrenz trafen sich schachbegeisterte Eltern und Begleiter zu einem „Veteranenturnier“ in anderen Räumen des Gymnasiums. „Für unsere Schule ist das Turnier ein kulturelles Angebot, das wir unseren Schülerinnen und Schülern gerne anbieten“, so Dr. Herting, der sich über die Verdoppelung der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr freute.  Schach spielen biete auch für Kinder und Jugendliche viele positive Aspekte. Dazu gehören unter anderem kritisches Denken, das Erkennen von Vor- und Nachteilen, das Einstehen für eigene Entscheidungen, nichts dem Zufall zu überlassen und das Lernen, Denkketten mit mehreren Denkschritten im Kopf zu bilden. Hier sei auch die Psyche im Gegensatz zu einem Spiel gegen einen Computer gefordert. Aber auch Spaß sollte beim personalisierten Schach als Sport für das Denkvermögen nicht zu kurz kommen, so Dr. Herting.

Der Harz-Kurier berichtete.