Home
Frankreich-Austausch 2011
Dieses Jahr fand ein besonderer Austausch zu Ehren der deutsch-französischen Freundschaft statt. Es war 20-jähriges Jubiläum, bei dem 50 Schüler beider Länder die Chance hatten, sich und die Kulturen näher kennen zu lernen. Teilnehmende Schulen waren das Collège Ville aux Roses, das seit einigen Jahren beteiligte Collège Robert Schumann und natürlich das Herzberger EMA-Gymnasium! Am Anfang waren alle sehr aufgeregt. Doch die anfängliche Scheu verflog sehr schnell und viele Freundschaften wurden geschlossen. Für fast alle Schüler war der Austausch ein unvergessliches, schönes Erlebnis, wie folgende Tagebuch-Auszüge einiger Schülerinnen und Schüler zeigen:
Samstag, 05.02.2011
Als die Franzosen gegen 22:15 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz in Herzberg ankamen, waren wir alle sehr aufgeregt. Aber ab da ging alles sehr schnell: Wir bekamen unsere Austauschpartner zugeteilt und fuhren heim. Zu Hause saßen Maelys (meine Austauschpartnerin) und ich dann beide mit Wörterbüchern in der Hand in meinem Zimmer und versuchten uns zu unterhalten, später unterhielten wir uns dann per Google Übersetzer, was ich sehr lustig fand. (D. Herold)
Sonntag, 06.02.2011
Nach einem ausgiebigen Frühstück unterhielten wir uns noch eine Weile. Lea sprach auf deutsch und ich auf französisch. Dabei verwendeten wir ein Wörterbuch und den Google-Übersetzter. Wobei der Google-Übersetzter nicht empfehlenswert ist, da er die Wörter wortwörtlich übersetzt. Gegen ein Uhr machten wir einen Spaziergang. Danach spielten wir Gesellschaftsspiele mit meiner Familie. (F. Bicke)
Montag, 07.02.2011
Heute waren wir mit den Franzosen das erste Mal in der Schule. In den ersten beiden Stunden wurden Fotos gemacht und wir wurden von Herrn Bötel begrüßt. Danach bekamen die Austauschschüler eine Schulführung und wir mussten leider wieder in den Unterricht. Nach der sechsten Stunde fuhren wir dann mit ihnen zu uns nach Hause. Es gab Mittagessen und Maelys half mir mit meinen Französisch-Hausaufgaben. Nicht viel später mussten wir dann auch wieder los zum Bahnhof, wo wir uns mit Ronja und ihrem Austauschpartner Bastien trafen, um gemeinsam nach Herzberg zu der Jubiläums-Feier, anlässlich der 20 Jahre Austausch zwischen unserer Schule und dem Collège Ville aux Roses in Frankreich, in die Schule zu fahren. Die Feier in der Aula war wirklich schön gestaltet, bloß durch einige viele Reden sehr zähflüssig und leicht ermüdend. Aber danach ging es dann für uns alle am Austausch Beteiligten in das Restaurant 'Mama Mia' in Herzberg, wo uns ein leckeres Buffet erwartete. Ein gelungener Abend. (D. Herold)
Mittwoch, 09.02.2011
Am Mittwoch haben wir die Stadtrallye gemacht und am Nachmittag haben wir uns mit anderen Austauschteilnehmern getroffen. Es war sehr lustig. Am Abend beim Essen hat Francesco einen Lachanfall gekriegt und er hat uns alle angesteckt. Aber wir wussten nicht wieso wir lachen. (L. Gödeke)
Donnerstag, 10.02.2011
Am Donnerstag fuhren wir in den Zoo nach Hannover. Bei jedem Tier sagte mein Austauschpartner Florian: ,,Ohhh, essen!“, und zeigte mir Dinge mit denen er die Tiere häuten oder grillen könnte (für mich als Vegetarierin ganz toll…).Danach gingen wir in die Stadt und hatten Zeit zur freien Verfügung. Florian schrieb mir eine SMS in der er fragte wo ich sei. Er stand mit dem Rücken zu mir gedreht 20m weiter… Natürlich antwortete ich nicht! (Laura B.)
Freitag, 11.02.2011
Heute sind wir Eislaufen gegangen. Am Nachmittag haben wir uns mit ein paar Freunden und deren Austauschschülern in Bad Sachsa getroffen. Jeder hat eine Kleinigkeit zu essen mitgebracht. Auch wenn meine Austauschschülerin noch ein bisschen unsicher war, hatte sie sichtlich Spaß. Außerdem waren ja auch Freunde von ihr dabei. Das war noch einmal ein lustiger Anschluss in Deutschland, bevor wir unsere Koffer packen mussten. (Laura B.)
Sonntag, 13.02.2011
Den Sonntag verbrachten wir in Frankreich, in unseren Gastfamilien. Meine Gastfamilie war super nett und wir haben uns auch sprachlich sehr gut verstanden. Nach dem Mittagessen mit einer Freundin und deren Gastfamilie, sind wir noch zusammen ins Kino gegangen. Wir kamen etwas zu spät und der Film hat schon angefangen. Man konnte von den Dialogen im Film nicht viel verstehen, da es einfach zu schnell war, jedoch konnte man den Film durch die Bilder verstehen. (Laura B.)
Montag, 14.02.2011>
In der Schule hatten wir eine Stunde Biologie. Die Lehrerin sprach kein Deutsch. Zuerst führte sie uns durch die Klasse und zeigte uns an was die Schüler arbeiteten (Es war sehr peinlich, da uns jeder anstarrte). Danach gab sie uns einen Zettel über Sex , Tabak und Drogen, den wir anonym ausfüllen sollten. Leider verstanden wir nicht genau den Sinn der Fragen und kreuzten letztendlich irgendetwas an… (Lara P.)
Am Montag klingelte der Wecker um 6 Uhr! Zum Frühstück gab es Kakao aus einer Müslischale, in die man kleine Kuchen/Kekse tauchte. Viel war das nicht gerade, denn in Frankreich aß man morgens kaum etwas. Etwas schüchtern fragte ich, ob ich ein Brot mit zur Schule haben könnte, denn in Frankreich war das nicht so üblich. Ein Glück war das aber kein Problem. Um kurz nach 7 Uhr waren wir an der Bushaltestelle und alle begrüßten sich mit Küsschen rechts, links. Ich wurde ebenfalls so begrüßt! :) Außerdem trugen dort alle Warnwesten zum Schutz, die sie im Bus wieder ausziehen konnten- wie seltsam! An einer Bussammelstelle stiegen wir um oder liefen von dort zur Schule. Das war alles sehr groß und verwirrend, wir Deutsche wären dort alleine völlig verloren gewesen. In der Schule verlief anfangs alles etwas hektisch, aber dann hatte man sich gut eingefunden. Von den Schülern dort wurde man aber nur angestarrte, als hätte man ein großes Schild auf der Stirn kleben. Unsere erste Unterrichtsstunde dort war Spanisch! Leider verstanden wir nichts und konnten nach einiger Zeit Spanisch nicht mehr von Französisch unterscheiden, so schnell wurde geredet. :) Zu Mittag aßen wir dann in der Schulkantine. Alles in allem war der Tag sehr interessant! (Saskia R.)
Dienstag, 14.2.11
Ich hatte mich schon am Vortag auf den Ausflug zum Mont Saint-Michel gefreut, da ich gehört hatte es solle dort schön sein. Meine Erwartungen wurden jedoch nach zweistündiger Hinfahrt noch einmal übertroffen. Das Kloster war riesig und die Umgebung mit dem Meer war total überwältigend. Bei einem so schönen Fotomotiv habe ich erst mal meine Fotokamera rausgeholt und einige Fotos geschossen. Die Führung mit den Audioguides hat mir auch sehr gut gefallen, da wir die Geschwindigkeit unser Führung selber bestimmen konnten. Auch das anschließende Mittagessen in der Crêperie in Saint-Malo hat mir gut gefallen. Es war schade, dass wir nicht mehr so viel Zeit hatten Saint-Malo anzugucken, doch so schlimm war es auch nicht. Alles in allem hat mir der Dienstag sehr gut gefallen und ich würde ihn sogar als schönsten Tag während des Austausches bezeichnen. (Jana G.)
Um 8.00 sind wir abgefahren zum Mont-Saint-Michel . Eine Stadt die auf einem Felsen aufgebaut ist ( mitten im Meer) und wo ganz oben ein riesiges Schloss ist . Danach sind wir nach Saint-Malo gefahren . Dort sind wir in eine Crêperie gegangen . Folgendes 3-Gänge Menü gab es :
- Crêpes mit Salat und gesalzener Butter
- Crêpes mit Schinken , Käse und Ei
- Crêpes mit Schokolade ( Wahl zwischen Karamell und Zucker ).
Abends haben mir Yves und Karina erzählt, dass sie sehr gerne Schnecken und Froschschenkel essen. Sie wollen es morgen für mich machen .. Oh mein Gott !! HILFE !! Der Tag ging dann auch schon langsam dann zu Ende . (A. Kanthak)
Donnerstag, 16.02.2011
Abends um 18 Uhr fing die Austauschparty an . Vorher ist Maiwenn zu Rose und mir gekommen um sich mit uns fertig zu machen , da ihre Austausch-Partnerin krank war . Wir hatten viel Spaß . Auf der Party war es richtig lustig . Jeder hat mir jedem getanzt . Ein perfekter Abschluss von so einem Tag. (A. Kanthak)
Freitag, 17.02.2011
Und wieder waren wir in der Schule. Auch heute mussten wir nur eine Stunde am Unterricht teilnehmen, da uns an diesem Tag im Rathaus der Bürgermeister, bzw. einer seiner Vertreter empfangen wollte. Auch Herr Bötel, der uns am Morgen schon in unserer ‚Unter-uns-Stunde‘ überrascht hatte, hielt eine Rede. Anschließend durfte jeder noch etwas trinken und einen Keks essen. Dann sind wir wieder zur Schule zurückgekehrt, um dort in der Kantine zu essen. Es gab Fisch mit Reis und obwohl ich sonst keinen Fisch esse, hab ich diesen gemocht. Danach, hat uns ein Bus von der Schule abgeholt, der uns (nur die Deutschen) zur ‚Sablière‘ gebracht hat. Die ‚Sablière‘, auf Deutsch: die Sandgrube ist ein Denkmal für den 2. Weltkrieg, als Erinnerung daran, was die Deutschen den Franzosen angetan haben. Wir wurden dort in 2 Gruppen aufgeteilt. Die 1. (wir vom VAR) wurden zuerst durch die Sablière geführt, die anderen (RS) schauten sich zuerst das Museum in dem alten Bauernhaus an. Dann wurde gewechselt. Das war alles sehr bedrückend, zu sehen, wie grausam das damals war. Am Abend kamen die Großeltern zum Essen. Es war schön auch mal so ein langes ‚Festessen‘ mitzuerleben. Es gab 4 Gänge: 1.: Aperitif: Kleinigkeiten wie Würstchenstücke, Käse-Schinken-Röllchen, geröstetes Baguette mit Ei-Schinken-Butter-Füllung und Baguettescheiben mit selbstgemachter Leberwurst 2.: kalte Platte: Mais, Tunfisch und Spargel auf einer Platte, dazu Baguette 3.: Hauptspeise: Steak mit Ofenkartoffeln und grünen Bohnen 4.: Nachtisch: Schoko- oder Kokostarte. War alles sehr lecker. Wir haben ca. zweieinhalb Stunden gegessen. (Lena-Marie D.)
Samstag, 18.02.2011
Dies war der Abreisetag in Frankreich. Die ganze Familie ist mitgekommen um mich am Bus zu verabschieden. Auch der kleine Bruder, der sonst am Wochenende ausschläft. Am Ende ist meine Austauschschülerin eine gute Freundin von mir geworden und dementsprechend fiel mir der Abschied sehr, sehr, sehr schwer und damit war ich wohl nicht die Einzige. Die Eltern haben mich schon für die Sommerferien eingeladen, das war ein kleiner Trost. Die Abreise war somit der traurigste Moment im ganzen Austausch. (Laura B.) Der Tag der Abfahrt. Zum Glück ging es hier nicht so früh raus wie in Deutschland, da die Abfahrt für 7:30 Uhr geplant war. Wir fuhren am Collège Ville Aux Roses ab, wo wir dann auch so gegen 7:30 Uhr ankamen (zu meinem Erstaunen waren wir nicht mal die Letzten). Bald hatten wir unsere Koffer auch schon im Bus verstaut, bloß ans Einsteigen wollte niemand denken. Es flossen unzählige Tränen und alle lagen sich in den Armen. Noch eine Minute länger und die Lehrer hätten uns mit Gewalt in den Bus schaffen müssen, so oft mussten sie uns auffordern einzusteigen. Etwa gegen 8 Uhr konnten wir dann abfahren. Als wir später in Paris ankamen, war die Freude nur begrenzt, da es regnete. Es regnete die ganze Zeit. Das war furchtbar. Deshalb blieben wir auch nicht so lange wie geplant in der Hauptstadt und wir waren alle heilfroh [und klitschenass], als wir wieder in den großen, warmen, trockenen Bus steigen durften. Dann ging es auch weiter Richtung Heimat. (D. Herold)
Der Abschied fiel sehr schwer ! Fast alle haben geweint . Nach 4 Stunden Fahrt sind wir in PARIS angekommen . Zuerst Besichtigung des Eifelturms, von dem die Spitze aber total vernebelt war. Auch belästigten einen die Verkäufer, die ganz nah an einen ran kamen und mit Eifeltürmen klingelten. Wir sind danach mit der Metro zum Tour Montparnasse gefahren, um dort mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas zu fahren. Man kann sich vorstellen, wie man sich davor fühlt. Ganz oben war es leider sehr nebelig! Man konnte kaum etwas sehen aber das was man sehen konnte wurde fotografiert. Danach sind wir mit der Metro zu einem Platz gefahren. Danach hat es sehr doll angefangen zu regnen . Wir sind am Notre Dame vorbei gegangen und haben endlich den Louvre erreicht. Wir sind aber nur vorbeigegangen und dann durch einen Riesigen Garten mit großen Pfützen gegangen . Nun war auch die letzte Ecke meiner Socke nass . Endlich war der Bus in Sicht. Im Bus haben wir uns trockene Sachen angezogen und sind die Champs Élysées entlang gefahren. Am Ende sind wir um den Arc de Triomphe gefahren . Der Rest der Busfahrt haben wir alle nur noch geschlafen .
P.S.: Ich würde allen raten auch mitzumachen! (Nadine G.)










