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Vordrängeln an der Bushaltestelle, Machtkämpfe um freie Busplätze, Rangeleien in Bussen und Zügen bis hin zur Sachbeschädigung und Nötigung – das alles sind Konflikte, die im Alltag vorkommen können und von unseren ausgebildeten und mit einem „amtlichen“ Ausweis versehenen Bus-Scouts gegebenenfalls geschlichtet werden.

Das Projekt „Ausbildung zum Bus-Scout“ wird am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium seit dem Schuljahr 08/09 im Jahrgang 7 durchgeführt. Zu Beginn der Ausbildungsphase werden alle 7. Klassen im Rahmen der Gewaltprävention unserer Schule zu einer Informationsveranstaltung in die Aula eingeladen, wo Herr Hahn, Sachbearbeiter für Prävention der Polizei Northeim/Osterode, und ein Vertreter des Verkehrsverbunds Südniedersachsen (ZVSN) aufzeigen, was an Bushaltestellen und in Bussen „abgehen“ kann.
Nach der Veranstaltung können sich ca. 25 Schüler/innen melden, um an der vom ZVSN sowohl organisierten als auch finanzierten Ausbildung zu Schlichtern –das sind Bus-Scouts eigentlich –teilzunehmen. Die erste Ausbildungseinheit umfasst einen ganzen Vormittag, an dem verschiedene Gewaltprofile besprochen und erste Übungen im „Trainingsbus Klassenzimmer“ durchgeführt werden. Diese werden dann bis zur Abschlussprüfung in 4 weiteren Doppelstunden im richtigen Bus mit unbekannten Problemsituationen vertieft und weitergeführt. Der richtige Umgang mit Mitschüler/innen, die „nur zum Spaß“ Unfug treiben, wird ebenso trainiert wie das Verhalten gegenüber gewaltbereiten oder mobbenden „Fahrgästen“. Die so ausgebildeten Bus-Scouts legen schließlich eine Prüfung ab und werden künftig eine wichtige Rolle in Schulbussen und Zügen spielen und eine große Hilfe für die Busfahrer darstellen.
Die Bus-Scouts werden seitens der Schule von Herrn StR Schepers betreut.